Interactive Motiontracking Installation, [virtual di] 2002 HfG Karlsruhe/ZKM Karlsruhe
Virtualdi versteht sich als Erlösung der Kaufrauschigen, als Befriedigung des samstäglichen Umtriebs, die Unruhe die einen packt wenn die Arbeit ruht und die Rezeptoren nach Reizen gieren.
Die Massen strömen in die Einkaufszentren; der Herdentrieb, die Musik ,der Geruch von Verpackungsmaterial, Perfumproben, Frittenbuden, Hundekot, das alles zieht uns magisch an. Der Erwerb von Waren hat seine Bedeutung verloren, der Event, das Happening EINKAUFEN, ist es was uns anzieht. mal schnell eben die neuen Nikes abchecken, schauen obs bei Herties die Playstation schon gibt, bei WOM ein bisschen Musik hören. Die Konsumgesellschaft treibt bizarre Blüten.
Um den dramatischen Auswirkungen dieser Manipulation auszuweichen ensteht virtualdi. Einkaufen nur um einzukaufen; sich der Reizüberflutung aussetzen zu können, ohne dafür bezahlen zu müssen. Ohne Reue Rocketroller in den Einkaufswagen legen, Produkte, Überfluss ohne Gedränge….


